13.10.2008

In 80 Tagen um die Welt - Prolog




Ein Mann stirbt und kommt in den Himmel. Es gefällt ihm da nicht sonderlich. Er geht deshalb zu Gott und sagt: "hey Chef, nichts gegen dich und deinen Laden hier. Aber man hört so viel von der Hölle. Ich würde gern mal nen Blick reinwerfen, nur für einen Tag. Geht das?" -"Klar geht das", antwortet Gott. Der Typ zieht gleich los, kommt zur Hölle und klopft an. Der Teufel persönlich macht ihm auf. Der Teufel sieht wie Elvis Presley aus. Glimmeranzug, Gelfrisur, und er spricht Englisch. "Brother", ruft er , good to see you! Come in for a little sightseeing tour." Der Teufel zeigt dem Typen endlose Strände mit Beachvolleyball, Cocktailbars und Sonnenuntergängen. "Alles klar", sagt der Gast. "Ich bin morgen wieder da. Ich muss nur noch schnell im Himmel auschecken." Er eilt also zurück und teilt Gott seine Entscheidung mit. "Kein Problem", sagt Gott, "aber dieses Mal buchst du one way, dieses Mal gibt es keine Rückfahrkarte." Der guten Seele ist das scheißegal, sie packt ihren Kram und klopft am nächsten Tag wieder an der Höllean. Und wieder macht der Teufel persönlich auf. Aber jetzt sieht er tatsächlich wie der Teufel aus. Ein ekelhafter, grässlicher, mieser, durch und durch bösartiger Herr der Unterwelt steht mit Hörnern, Schwanz, und Mundgeruch in der Tür. Und er nimmt den Gast auch nicht in den Arm, wie er es gestern zur Begrüssung tat, jetzt packt er ihn am Arm und zerrt ihn rein, und statt der Strände und Bkinimädchen sind nur noch Feuer und Folterknechte zu sehen, die Seelen am Spieß über den Flammen drehen. Schmerz, Schreie, Pein statt Reggae und Sonnenschein. "Hey Mann", sagt der Typ zum Teufel, "wartmal nen Moment. Nee wirklich, ohne Scheiss, das sah hier aber gestern ganz anders aus." Der Teufel ist untröstlich: Oh, yesterday, that was for Tourist. This here is for residents."
erinnert mich an das Läuterungsfeuer in:
Geheimwissenschaft im Umriss Nach dem Tode aber wird diese ganze schädigende Begierdenwelt dem Ich sichtbar. Und zu jedem Wesen und jedem Dinge fühlt sich dann das Ich hingezogen, an dem solch eine Begierde entzündet worden ist, damit sie im "verzehrenden Feuer" ebenso wieder ausgetilgt werden kann, wie sie entstanden ist. Erst wenn der Mensch bei seiner Rückwärtswanderung in dem Zeitpunkt seiner Geburt angelangt ist, sind alle derartigen Begierden durch das Läuterungsfeuer hindurchgegangen, und nichts hindert ihn von jetzt ab an der vollen Hingabe an die geistige Welt.

Wie es aussieht müssen wir da alle durch, wenn wir wir nicht leben wollen wie die Nonnen und Mönche oder? Was ist eine Begierde und was ist ein ganz normales Bedürfnis? Kann ich dem Feuer entgehen indem ich meine Laster noch im Leben ablegen kann? Was brennt besonders doll? Ich habe so ein brennen schon mal gespürt. Nämlich als mein Mann ging, ich schrie und war wütend, bockig, traurig, enttäuscht bis zur Erschöpfung und alle Nichtliebe verbrannte, alle Anhaftungen und Ketten und etwas vom EGO und zum Schluss blieb Liebe, kein Hass.. und eine Stufe zur Wahrheit. Dafür DANKE Andreas (Ringgravur: ex aeterna tempore in aeternum) auch wenn er weiterschläft.

3 Kommentare:

Anak hat gesagt…

schoen liebe janet, ("...und eine Stufe zur Wahrheit. Dafür DANKE Andreas...).
genau diese erfahrungen sind unser wachstum, koennen unser wachstum sein...ja, auch ich danke meinem mann, auch wenn er weiterschlaeft...
liligruesse
anka

JANET hat gesagt…

Dornröschen ist aus ihrem Schlaf erwacht..durch den "Kuss" der Liebe. Uns verbindet immer noch diese nur weis er es nicht und der nächste Froschkönig wartet auch schon darauf geküsst zu werden. Ein Tritt aus Liebe sozusagen aber ob er es versteht?

Anak hat gesagt…

oh nein, glaube mir, er wird es nicht verstehen. solange er in der schuldverschiebung und im tiefschlaf ist, wird er nicht verstehen und dies wird dich zu weiterem wachstum antreiben, schoen.
pas mal auf, das du dann nicht selber zum frosche wirst (gestatten froschkoenig: eine lustige kindergeschichte, bei der die prinzessin am ende zum frosch wird). viel glueck in der losgelassenen liebe!
lili
anka