18.12.2008

Hortbesuch nach der Arbeit...


Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch mal in den Hort gehe... ;)
Mein Abendtermin war heute in der Waldorfschule. Das erste Mal stand ich mittendrin. Eine sehr angenehme Atmosphäre...Schnurstracks gings ich dort hin wo das Infomaterial lag und sammelte wieder mal alles ein. Die neue a Tempo mit dem Thema 2 Tage Rostock mit nem dicken Fischer auf dem Titelbild. Hach, da fühlt man sich doch gleich heimisch. Meine Jäger Sammler und Fischer Mentalität kommt doch immer wieder durch.. Was noch? eine Waldorf Hessen Zeitung, Flyer vom Circus Waldoni, Flyer von der TU Darmstadt 100 Jahre Studium von Frauen und Flyer zum Grundkurs Manichäismus. Mal sehen was es bringt. Ansonsten liegts erstmal rum...

Jedenfalls haben wir uns den letzten Tag vor den Weihnachtsferien mal in der Waldorfschule getroffen statt im Darmstäder Impuls um den Vortrag von Rudolf Steiner Der Weihnachtsbaum - Ein Symbolum zu lesen. Einiges fand ich sehr schön und halt es mal fest.
"..So fühlten diejenigen Menschen, die den Geist im Geiste erfaßten, ihr Mitgehen mit dem Weltengeist, ihr Mitgehen mit dem Samenkorn hinunter im Winter. Wenn die äussere Sonne am wenigsten Kraft hat, am wenigsten leuchtet, wenn die äussere Finsternis am stärksten ist, fühlt sich der Geist in uns durch den Geist aus dem Weltall, mit dem er sich verbunden hat, unten verbunden hat, mit jenen Kräften vereinigt, die am deutlichsten wahrnehmbar und sichtbar werden, indem sie das Samenkorn einem neuen Dasein zuführen...So leben wir uns gleichsam mit der Kraft des Samens wörtlich in die Erde hinein, durchdringen die Erde.."
"Daher sei uns auch dieser Weihnachtsbaum eine Bürgschaft dafür, dass Symbole für das Höchste und das Größte neu entstehen können. Und diese Symbole können uns besonders dann vor die Seele treten, wenn wir fühlen die geistige Wahrheit der Auferweckung des Ich in der Menschenseele, jenes Ich, das die geistige Bande fühlt von Seele zu Seele, und sie besonders dann recht fühlt, wenn edle Menschen zusammen wirken."
"Wo der Geist edler geistiger Gemeinschaft lebt, da fühlte sich auch Goethe immerdar gedrängt, hinzublicken zum echten christlichen Geist. Für ihn war es auch ein Bedürfnis, diesen christlichen Geist vom Herzen in die Augen dringen zu lassen. 1821 hatte er einen besonderen Anlass dazu.....Und in der poetische Vorrede, die er in diesem kleinen Büchlein gegeben hat, das heute noch in der Bibliothek zu Weimar vorhanden ist, hat Goethe den Weihnachtsbaum als dieses Symbol besungen mit den Worten.
Bäume leuchtend, Bäume blendend,
überall das Süße spendend,
in dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend.
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
staunend schauen wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.
Aber Fürst, wenn dir`s begegnet
Und ein Abend dich so segnet,
daß als Lichter, daß als Flammen
Vor dir glänzen all zusammen.
Alles, was du ausgerichtet,
Alle, die du dir verpflichtet:
Mit erhöhten Geistesblicken
Fühltest herrliches Entzücken.
JANET

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