
Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
Sende deines Lichtes Strahl!
Vater aller Armen du,
Aller Herzen Licht und Ruh’,
Komm mit deiner Gaben Zahl!
Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
Komm, du süßer Seelenfreund!
In Ermüdung schenke Ruh’,
In der Glut hauch Kühlung zu,
Tröste den, der trostlos weint.
O du Licht der Seligkeit,
Mach dir unser Herz bereit,
Dring in unsre Seelen ein!
Ohne Dein lebendig Wehn
Nichts im Menschen kann bestehn,
Nichts ohn’ Fehl und Makel sein.
Wasche, was beflecket ist,
Heile, was verwundet ist,
Tränke, was da dürre steht.
Beuge, was verhärtet ist,
Wärme, was erkaltet ist,
Lenke, was da irregeht.
Heil'ger Geist, wir bitten dich,
Gib uns allen gnädiglich
Deiner Gaben Siebenzahl.
Spende uns der Tugend Lohn,
Lass uns stehn an deinem Thron,
Uns erfreun im Himmelssaal.
Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle Jüngerinnen und Jünger am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen ein-gab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte die Jüngerinnen und Jünger in seiner Sprache reden. Die Menschen gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören? Wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden!
Apostelgeschichte 2,1-8
Mit der Heiligen Geistkraft lenkt uns Gott. Wo sie den Einzelnen trifft ist unberechenbar, denn sie weht wo sie will. Für die Gemeinschaft aber gilt aber das Versprechen, dass die Heilige Geistkraft dort wirkt, wo Menschen in Gottes Namen versammelt sind. Darum erinnern wir uns an Pfingsten auch an die Gründung der Kirche. Die Kirche als die Gemeinschaft der Menschen, die sich nach Gott ausrichtet und bereit ist, die Geistkraft zu empfangen.Dem einzelnen Menschen aber überlässt Gott die Entscheidung. Wagt er es der Spur der Begeisterung zu folgen, eröffnet Gott ihm ungeahnte Möglichkeiten, seine Talente zu entwickeln. Denn wer das Ja wagt, in dem wächst die Begeisterung. Er spürt, wie ihn etwas antreibt. Das gibt uns Menschen die Kraft, die Hindernisse zu überwinden.
Von der Begeisterung getragene Menschen können sich durchsetzen. Seien darum auch Sie offen für das was begeistert und entzückt. Für Jesus war es einst der rote Mohn am Wegrand. Rot ist die Farbe der Heiligen Geistkraft. Die Kirche feiert darum das Pfingstfest mit der Farbe Rot.
An Pfingsten etwas Rotes zu tragen, zeigt, dass wir offen sind den Heiligen Geist zu empfangen.
Quelle www.jesus.ch


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