Der südafrikanische Photograph Kevin Carter erhielt 1994 den Pulitzepreis für das Foto eines verhungenden Mädchens während der Hungersnot im Sudan. Im gleichen Jahr beging er Selbstmord. In seinem Abschiedsbrief schrieb er: "Ich werde verfolgt von den Erinnerungen an das Morden, an die Leichen, an die Wut, an den Schmerz ..., an verhungernde und verwundete Kinder. ... Der Schmerz des Lebens übersteigt die Freude in einem Maße, dass keine Freude mehr existiert."Um jedoch zu verstehen, welch unglaublich positive Konsequenzen eine göttliche SELBSTERKENNTNIS (denn um nichts anderes geht es!) nach sich zieht, muss die Frage nach dem „warum?“ beantwortet werden.
GOTT schleudert SEINE Teilchen (SEELEN) nicht zwecks Bestrafung oder Läuterung in SEINE niedere materielle Natur, da muss eine gänzlich andere Absicht dahinterstecken!
Um dieser Absicht auf die Spur zu kommen, gibt es in den vedischen Schriften einen mehr als deutlichen Hinweis. GOTT lässt uns nämlich wissen, welche Füllen ER hat. GOTT hat, was SEINE Eigenschaften anbelangt, unendlich viele davon. Jedoch gibt es sechs Eigenschaften, die hat ER in Fülle. „In Fülle“ bedeutet, diese Eigenschaften
durchdringen SEIN Wesen voll und ganz bis in die letzte Faser – eben in Fülle! Und jetzt schauen wir uns einmalan, welche Eigenschaften das sind, die ER – laut eigener Aussage! – in Fülle besitzt:
1. REICHTUM (aisvarya)
2. KRAFT (virya)
3. RUHM (yasah)
4. SCHÖNHEIT (sriya)
5. WISSEN (jnana)
6. ENTSAGUNG (vairagya)
Nun, schauen Sie sich doch diese sechs Füllen einmal genau an. Ich meine, aus menschlicher Sicht heraus ist es nicht sonderlich schwer, festzustellen, dass hier eine Fülle fehlt – oder? Allein schon die Tatsache, dass es sechs Füllen sind, die ER laut vedischen Schriften besitzt, ist mehr als seltsam. Die „Sechs“ ist eine Zahl, die alles andere als Vollkommenheit ausdrückt. SIEBEN ist die Zahl, die Vollkommenheit ausdrückt! Und es bedarf wirklich keiner allzu großen Denkanstrengung, um herauszufinden, welche Fülle ER nicht besitzt. –
Es ist die LIEBE, die IHM fehlt!
Verstehen Sie mich nicht falsch! Ich möchte damit nicht behaupten, dass GOTT keine LIEBE besitzt. Natürlich besitzt ER LIEBE, aber durch und durch erfüllt ist ER keinesfalls davon. Wäre es nämlich so, dann hätten wir einen LIEBEN GOTT. Und dass dies derzeit absolut nicht der Fall ist, das habe ich Ihnen doch schon mehr als genug klarvor Augen geführt.
Ich werde Ihnen nun die beiden wichtigen Begriffe „Mythos“ und „Logos“ erklären, deren Bedeutung sehr oft fälschlich dargestellt wird. „Mythos“ (vedisch: avarhoha) bedeutet „das Herabgereichte“, es handelt sich dabei um göttliche Worte oder Zeichen, durch die sich die höhere (spirituelle) Wirklichkeit in dem für uns wahrnehmbaren Bereich (Universum) kundtut. Die vedischen Schriften sind zum Beispiel ein „Mythos“. „Logos“ (vedisch: aroha)bedeutet „das Hinaufstrebende“, es handelt sich dabei um das, was der Mensch durch sein materielles Dasein in Erfahrung bringt und hinaufreicht.
Allein die Bedeutung dieser beiden Begriffe zeigt schon sehr deutlich, dass GOTT etwas von SEINEN Teilen, die ER in SEINE niedere Natur zwingt, will. Und zwar etwas, was IHM fehlt, denn ansonsten könnte ER sich den ganzen universalen Zirkus schlicht und ergreifend sparen. Um in Erfahrung zu bringen, was tatsächlich Fakt ist und warum, brauchen wir uns nur, gemäß dem universalen Gesetz „wie unten, so oben!“, den Mensch näher zu betrachten.
Was weiß denn der Volksmund in Sache „Perfektion“ über den Menschen zu berichten? Na, das kennt doch jeder, der Volksmund sagt ganz klar: „Nobody is perfect!“
Was aber bringt uns Menschen der gewünschten Perfektion stets näher? Was ist denn der einzige, wirklich wirksame Schritt, der einen Menschen tatsächlich hin zu mehr Perfektion geleitet? Die Antwort darauf kennt wiederum kein anderer besser als der Volksmund, er sagt: „Selbsterkenntnis ist der Weg zur Besserung!“
Und dieser Spruch stimmt haargenau, denn erst wenn ein Mensch erkannt hat, wie er in seinem innersten Wesen ist, wird er sich ändern, auch wenn die Gunas für das Drumherum Sorge tragen. Jegliche anscheinende Besserung, die nicht auf Selbsterkenntnis basiert, ist nichts anderes als pure Heuchelei und hat keinen dauerhaften Bestand. Erst wenn ein Mensch, getrieben durch äußere Umstände, den Punkt erreicht hat, wo er in der Lage ist, sich selber ehrlich in die Augen zu schauen, erst dann wird er sich wahrlich zum Besseren wandeln.
Und noch eine dahingehend äußerst wichtige Weisheit kennt der Volksmund: „Aus Schaden wird man klug!“ Auch dieser Spruch stimmt voll und ganz, denn der Mensch lernt überwiegend mittels leidvoller Erfahrung. Es ist das erfahrene Leid, das uns zur notwendigen Selbsterkenntnis führt. Erst wenn die Selbsterkenntnis stattgefunden hat, und das ist mitunter eine sehr heftige emotionale Erfahrung, ist ein vormals liebloser Mensch fähig, LIEBE zu entfalten. Und die fehlende Selbsterkenntnis ist genau das, was GOTT im Grunde dazu veranlasst, die materielle Schöpfung zu veranstalten. ER kennt sich nämlich selber nicht – zumindest aus derZEITiger Sichtweise!
Man darf dabei „Wissen“ nicht mit „Selbsterkenntnis“ verwechseln. Wissen hat ER in aller Fülle, Selbsterkenntnis dagegen ist der Schlüssel zur Fülle der LIEBE. Und LIEBE in Fülle hat ER, nach eigener ehrlicher (derZEITiger!) Aussage, nicht. Ich möchte an dieser Stelle eines ganz klar bemerken. Hätte ich in den vedischen Schriften präsentiert bekommen, dass ER LIEBE in Fülle besitzt, dann hätte ich die vedischen Schriften ohne zu zögern in den Mülleimer geworfen! So aber bleibt ER bei der Wahrheit und offenbart SEIN Wesen so, wie es derZEIT nun einmal ist – und das macht IHN, trotz allem Leid, das ER uns erfahren lässt, irgendwie doch noch sympathisch.
Dass GOTT etwas sucht (Selbsterkenntnis!) – und man sucht nur, wenn man noch nicht alles hat! – wusste schon der Heilige Franz von Assisi, denn der hat seinerzeit folgenden Spruch getätigt: Was wir suchen, ist das, was sucht (Franz von Assisi) So, und jetzt schauen wir uns einmal an, was wir SEELEN in Wirklichkeit denn eigentlich darstellen.
Wir wissen nun bereits, dass alles universale Tun und Handeln nichts mit unserer Wirklichkeit zu tun hat. Unser falsches Ego führt alle Tätigkeiten gleich einer Marionette gemäß den Kräften der Gunas aus. Sogar die Gedanken, die wir fälschlicherweise mit unserem Ich-Bewusstsein in Verbindung bringen, sind nichts anderes als störende Materie, die uns nach Plan beDINGt. Wir sind einem gigantischen universalen Plan unterworfen, den wir gnadenlos über uns ergehen lassen müssen, und wir haben nicht die geringste Möglichkeit, diesen Plan zu beeinflussen. Ja, was bleibt denn dann noch großartig übrig, was uns SEELEN wichtig und wertvoll macht? Es ist unsere ERFAHRUNG, die uns individuell prägt und somit unvergleichlich wertvoll macht!
WIR sind es, die IHM die Erfahrung zur nötigen Selbsterkenntnis bringen. WIR, die wir herzlichste Freudentränen lachen und bitterste Tränen weinen. WIR, die wir die wunderschönsten Melodien singen und uns in höchster Qual die Seele aus dem Leib schreien. WIR, die wir einander innig lieben und abgrundtief hassen. WIR, die wir einander aufopfernd pflegen und grausam verstümmeln. WIR, die wir GOTT anflehen und dem TEUFEL gehorchen müssen. WIR sind es, die IHM vor Augen führen, wie ER ist! Aber machen Sie sich keine allzu großen Illusionen, ER hält derZEIT nämlich SEINE Augen für das, was WIR in Erfahrung bringen, geschlossen. Glauben Sie mir, es gab unzählige Momente in meinem Leben, da hätte ich nichts lieber getan, als IHM das Spiegelbild SEINER niederen Natur ins Gesicht zu knallen und zu schreien: „Da, da schau hinein DU großer GOTT! Schau hinein in DICH sage ich und schau DIR genau an, was DU anrichtest! Na, wie gefällt DIR deine Schöpfung, DU ruhmreicher GOTT! Schau hin, schau genau hin, wie die armen SEELEN leiden, wie sie sich winden in Qual und Pein, wie sie sich zerfetzen, wie sie verhungern, wie sie sich foltern, totschlagen und im Dreck verrecken. Wie gefällst DU DIR dabei, DU großer, mächtiger GOTT? – – –
Was sagst DU, ich soll mich nicht so haben, ist ja sowieso nur alles Täuschung, alles MAYA, ist doch alles gar nicht so schlimm?“ –ARSCHLOCH!
Nun, auch das nützt nichts, denn ER hält auch seine Ohren verschlossen! – Und das ist gut so! Es ist gut, dass ER SEINE hohe Natur strikt von SEINER niederen Natur trennt. Und warum ist das gut? Weil SEINE hohe Natur unsere spirituelle Heimat ist. Und in dieser Heimat gibt es nichts anderes als ewige Glückseligkeit. Eine unmittelbare Konfrontation mit SEINER niederen Natur hätte theoretisch das Ende dieser Glückseligkeit zur Folge!
Ich habe Ihnen ja bereits erklärt, wie GOTT es anstellt, SEINE niedere Natur zu erfahren (und ER muss sie erfahren!),ohne dabei die ewige Glückseligkeit SEINER hohen Natur zu gefährden. ER erfährt SEINE niedere Natur im Schlaf! Die Schilderung in den Veden, dass der allmächtige Vishnu die materiellen Universen während eines sonderbaren Schlafes träumt, ist nicht nur so dahergesagt, sondern sie hat eine sehr tief greifende Bedeutung. Auch im universalen Geschehen ist der Schlaf ein im höchsten Maße seltsames, unergründliches Phänomen. Nicht umsonst wird der Schlaf auch „der kleine Bruder des Todes“ genannt. In der traumlosen Tiefschlafphase geschehen nämlich sehr oft gravierende Dinge, was unser vorbestimmtes Seelenleben anbelangt. Und auch das weiß der Volksmund sehr genau, denn er sagt: „Den SEINEN gibt’s der HERR im Schlaf!“
Und da wir Seelen ja nichts anderes als individuelle, bewusste, unsterbliche, spirituelle Teilchen von IHM sind, gilt dieser Spruch letztendlich auch für IHN. GOTT erfährt die Selbsterkenntnis in einer Art von Schlaf. Das, was ich hier so lapidar als Erkenntnisschlaf bezeichne, ist ein universales Schauspiel von einem solch gewaltigen Ausmaß, wie Sie sich das mit all ihrer Phantasie nicht ausmalen können. Da läuft seit Urzeiten ein multiuniversaler, multidimensionaler Prozess ab, der bis ins kleinste Detail gesteuert und geplant ist. Und das Ganze nur zu dem einen Zweck, dass ER durch uns SEELEN, die ER in ein falsches (illusorisches) Ego zwingt, das theoretische Potenzial SEINER niederen Natur programmgemäß bis in den letzten Winkel auslotet. „Theoretisch“ deshalb, weil es tatsächlich nur im Rahmen einer Täuschung (MAYA) stattfindet. Dass diese Täuschung von uns SEELEN als knallharte, gnadenlose Realität empfunden wird, steht auf einem anderen Blatt! Wir SEELEN sind, trotz allem Leid, das wir erfahren müssen, in einer ungewöhnlich erhabenen, einzigartigen Situation. Dadurch, dass WIR derZEIT in gewisser Weise getrennt von GOTT sind, sind WIR im erwachten Zustand in der Lage, IHN quasi von außerhalb zu betrachten.
Natürlich nicht optisch, sondern rein gefühlsmäßig, und zwar was SEIN Wesen anbelangt. Für eine voll erwachte SEELE, die sich noch im universalen Geschehen befindet, ist dies eine im höchsten Maße skurrile, mitunter sehr bedrückende Situation. Bedrückend deshalb, weil die Erkenntnis, die eine SEELE durch den universalen Erfahrungstrip erlangt hat, nicht nur Positives in sich birgt, sondern auch Negatives, denn GOTTES niedere Natur ist teilweise äußerst finster! Und zwar exakt zu 50 Prozent, denn SEINE niedere Natur unterliegt dem universalen Gesetz der Dualität.
Jetzt gibt es noch eine wichtige, letzte Frage zu klären: In welcher Form gelangt die Erkenntnis, die WIR für IHN durch UNSERE Erfahrungen erlangt haben, letztendlich in SEINEN spirituellen Körper und somit in SEIN Bewusstsein, ohne dass SEINE Glückseligkeit beeinträchtigt wird? Nun, dazu muss man wissen, dass Erfahrung zwar letztendlich zur Selbsterkenntnis führt, dass aber die Selbsterkenntnis noch nicht das Endprodukt ist. Das höchste Gut, das eine SEELE entwickeln kann, ist die
SEHNSUCHT
Und eine voll erwachte Seele, die das universale Programm komplett durchlaufen und somit selbiges bis ins finsterste Detail erfahren hat, solch eine Seele sehnt sich nur noch nach einem – nach einem lieben GOTT!
Und wenn eine voll erwachte, sehnsüchtige Seele ihre letzte materielle Hülle abwirft und in SEINEN spirituellen Körper (Vaikuntha) eintritt, dann passiert etwas Gewaltiges – dann erfüllt sich das Wort!
So eine SEELE weiß, wonach sie sich SEHNt, und ER erkennt dadurch, wonach ER geSUCHT hat. Und ER wird diese SEHNSUCHT im wahrsten Sinne des Wortes ERFÜLLEN. ER FÜLLT sich mit LIEBE, denn diese FÜLLE hat IHM bislang gefehlt!
Und wenn sich dieser Akt vollzogen hat, wobei ich Sie noch einmal darauf hinweisen möchte, dass GOTT keine Zeit kennt und eigentlich ALLES immer im JETZT geschieht (mehr dazu gleich), dann hat ER, wie der Volksmund so schön sagt:
„LIEBE in HÜLLE und FÜLLE!“
SEHNSUCHT hat ausschließlich etwas mit positiven Dingen zu tun und niemals etwas mit negativen Dingen. Eine SEHNSUCHT nach negativen Dingen existiert nicht, denn diesen Part übernimmt die GIER! Im Gegensatz zur GIER, die ja das Bestreben hat, alles auf wenige zu konzentrieren, ist das Bestreben der SEHNSUCHT die HARMONIE – also ein liebevolles Miteinander. Und genau das ist es, was ein lebendiges, allmächtiges holographisches Gebilde aufblühen lässt – liebevolle, harmonische Vielfalt! Und derart ist unsere wirkliche Heimat beschaffen, in der WIR ewig leben werden. Und jeder von UNS hat tatsächlich ALLMACHT, denn ALLMACHT, gebettet in liebevolle HARMONIE, sorgt für das absolut göttliche Maximum – für EWIGE GLÜCKSELIGKEIT
Und sollte Ihnen in der ewigen Glückseligkeit tatsächlich das gesamte lebendige holographische Bildnis konzentriert in Form einer einzigen musizierenden und tanzenden Person begegnen, die sich Gott nennt, und die plötzlich Demut und hingebungsvolles Dienen von IHNEN fordert, dann schauen SIE dieser Person tief in die Augen und fragen Sie nur:
warum?
GOTT schleudert SEINE Teilchen (SEELEN) nicht zwecks Bestrafung oder Läuterung in SEINE niedere materielle Natur, da muss eine gänzlich andere Absicht dahinterstecken!
Um dieser Absicht auf die Spur zu kommen, gibt es in den vedischen Schriften einen mehr als deutlichen Hinweis. GOTT lässt uns nämlich wissen, welche Füllen ER hat. GOTT hat, was SEINE Eigenschaften anbelangt, unendlich viele davon. Jedoch gibt es sechs Eigenschaften, die hat ER in Fülle. „In Fülle“ bedeutet, diese Eigenschaften
durchdringen SEIN Wesen voll und ganz bis in die letzte Faser – eben in Fülle! Und jetzt schauen wir uns einmalan, welche Eigenschaften das sind, die ER – laut eigener Aussage! – in Fülle besitzt:
1. REICHTUM (aisvarya)
2. KRAFT (virya)
3. RUHM (yasah)
4. SCHÖNHEIT (sriya)
5. WISSEN (jnana)
6. ENTSAGUNG (vairagya)
Nun, schauen Sie sich doch diese sechs Füllen einmal genau an. Ich meine, aus menschlicher Sicht heraus ist es nicht sonderlich schwer, festzustellen, dass hier eine Fülle fehlt – oder? Allein schon die Tatsache, dass es sechs Füllen sind, die ER laut vedischen Schriften besitzt, ist mehr als seltsam. Die „Sechs“ ist eine Zahl, die alles andere als Vollkommenheit ausdrückt. SIEBEN ist die Zahl, die Vollkommenheit ausdrückt! Und es bedarf wirklich keiner allzu großen Denkanstrengung, um herauszufinden, welche Fülle ER nicht besitzt. –
Es ist die LIEBE, die IHM fehlt!
Verstehen Sie mich nicht falsch! Ich möchte damit nicht behaupten, dass GOTT keine LIEBE besitzt. Natürlich besitzt ER LIEBE, aber durch und durch erfüllt ist ER keinesfalls davon. Wäre es nämlich so, dann hätten wir einen LIEBEN GOTT. Und dass dies derzeit absolut nicht der Fall ist, das habe ich Ihnen doch schon mehr als genug klarvor Augen geführt.
Ich werde Ihnen nun die beiden wichtigen Begriffe „Mythos“ und „Logos“ erklären, deren Bedeutung sehr oft fälschlich dargestellt wird. „Mythos“ (vedisch: avarhoha) bedeutet „das Herabgereichte“, es handelt sich dabei um göttliche Worte oder Zeichen, durch die sich die höhere (spirituelle) Wirklichkeit in dem für uns wahrnehmbaren Bereich (Universum) kundtut. Die vedischen Schriften sind zum Beispiel ein „Mythos“. „Logos“ (vedisch: aroha)bedeutet „das Hinaufstrebende“, es handelt sich dabei um das, was der Mensch durch sein materielles Dasein in Erfahrung bringt und hinaufreicht.
Allein die Bedeutung dieser beiden Begriffe zeigt schon sehr deutlich, dass GOTT etwas von SEINEN Teilen, die ER in SEINE niedere Natur zwingt, will. Und zwar etwas, was IHM fehlt, denn ansonsten könnte ER sich den ganzen universalen Zirkus schlicht und ergreifend sparen. Um in Erfahrung zu bringen, was tatsächlich Fakt ist und warum, brauchen wir uns nur, gemäß dem universalen Gesetz „wie unten, so oben!“, den Mensch näher zu betrachten.
Was weiß denn der Volksmund in Sache „Perfektion“ über den Menschen zu berichten? Na, das kennt doch jeder, der Volksmund sagt ganz klar: „Nobody is perfect!“
Was aber bringt uns Menschen der gewünschten Perfektion stets näher? Was ist denn der einzige, wirklich wirksame Schritt, der einen Menschen tatsächlich hin zu mehr Perfektion geleitet? Die Antwort darauf kennt wiederum kein anderer besser als der Volksmund, er sagt: „Selbsterkenntnis ist der Weg zur Besserung!“
Und dieser Spruch stimmt haargenau, denn erst wenn ein Mensch erkannt hat, wie er in seinem innersten Wesen ist, wird er sich ändern, auch wenn die Gunas für das Drumherum Sorge tragen. Jegliche anscheinende Besserung, die nicht auf Selbsterkenntnis basiert, ist nichts anderes als pure Heuchelei und hat keinen dauerhaften Bestand. Erst wenn ein Mensch, getrieben durch äußere Umstände, den Punkt erreicht hat, wo er in der Lage ist, sich selber ehrlich in die Augen zu schauen, erst dann wird er sich wahrlich zum Besseren wandeln.
Und noch eine dahingehend äußerst wichtige Weisheit kennt der Volksmund: „Aus Schaden wird man klug!“ Auch dieser Spruch stimmt voll und ganz, denn der Mensch lernt überwiegend mittels leidvoller Erfahrung. Es ist das erfahrene Leid, das uns zur notwendigen Selbsterkenntnis führt. Erst wenn die Selbsterkenntnis stattgefunden hat, und das ist mitunter eine sehr heftige emotionale Erfahrung, ist ein vormals liebloser Mensch fähig, LIEBE zu entfalten. Und die fehlende Selbsterkenntnis ist genau das, was GOTT im Grunde dazu veranlasst, die materielle Schöpfung zu veranstalten. ER kennt sich nämlich selber nicht – zumindest aus derZEITiger Sichtweise!
Man darf dabei „Wissen“ nicht mit „Selbsterkenntnis“ verwechseln. Wissen hat ER in aller Fülle, Selbsterkenntnis dagegen ist der Schlüssel zur Fülle der LIEBE. Und LIEBE in Fülle hat ER, nach eigener ehrlicher (derZEITiger!) Aussage, nicht. Ich möchte an dieser Stelle eines ganz klar bemerken. Hätte ich in den vedischen Schriften präsentiert bekommen, dass ER LIEBE in Fülle besitzt, dann hätte ich die vedischen Schriften ohne zu zögern in den Mülleimer geworfen! So aber bleibt ER bei der Wahrheit und offenbart SEIN Wesen so, wie es derZEIT nun einmal ist – und das macht IHN, trotz allem Leid, das ER uns erfahren lässt, irgendwie doch noch sympathisch.
Dass GOTT etwas sucht (Selbsterkenntnis!) – und man sucht nur, wenn man noch nicht alles hat! – wusste schon der Heilige Franz von Assisi, denn der hat seinerzeit folgenden Spruch getätigt: Was wir suchen, ist das, was sucht (Franz von Assisi) So, und jetzt schauen wir uns einmal an, was wir SEELEN in Wirklichkeit denn eigentlich darstellen.
Wir wissen nun bereits, dass alles universale Tun und Handeln nichts mit unserer Wirklichkeit zu tun hat. Unser falsches Ego führt alle Tätigkeiten gleich einer Marionette gemäß den Kräften der Gunas aus. Sogar die Gedanken, die wir fälschlicherweise mit unserem Ich-Bewusstsein in Verbindung bringen, sind nichts anderes als störende Materie, die uns nach Plan beDINGt. Wir sind einem gigantischen universalen Plan unterworfen, den wir gnadenlos über uns ergehen lassen müssen, und wir haben nicht die geringste Möglichkeit, diesen Plan zu beeinflussen. Ja, was bleibt denn dann noch großartig übrig, was uns SEELEN wichtig und wertvoll macht? Es ist unsere ERFAHRUNG, die uns individuell prägt und somit unvergleichlich wertvoll macht!
WIR sind es, die IHM die Erfahrung zur nötigen Selbsterkenntnis bringen. WIR, die wir herzlichste Freudentränen lachen und bitterste Tränen weinen. WIR, die wir die wunderschönsten Melodien singen und uns in höchster Qual die Seele aus dem Leib schreien. WIR, die wir einander innig lieben und abgrundtief hassen. WIR, die wir einander aufopfernd pflegen und grausam verstümmeln. WIR, die wir GOTT anflehen und dem TEUFEL gehorchen müssen. WIR sind es, die IHM vor Augen führen, wie ER ist! Aber machen Sie sich keine allzu großen Illusionen, ER hält derZEIT nämlich SEINE Augen für das, was WIR in Erfahrung bringen, geschlossen. Glauben Sie mir, es gab unzählige Momente in meinem Leben, da hätte ich nichts lieber getan, als IHM das Spiegelbild SEINER niederen Natur ins Gesicht zu knallen und zu schreien: „Da, da schau hinein DU großer GOTT! Schau hinein in DICH sage ich und schau DIR genau an, was DU anrichtest! Na, wie gefällt DIR deine Schöpfung, DU ruhmreicher GOTT! Schau hin, schau genau hin, wie die armen SEELEN leiden, wie sie sich winden in Qual und Pein, wie sie sich zerfetzen, wie sie verhungern, wie sie sich foltern, totschlagen und im Dreck verrecken. Wie gefällst DU DIR dabei, DU großer, mächtiger GOTT? – – –
Was sagst DU, ich soll mich nicht so haben, ist ja sowieso nur alles Täuschung, alles MAYA, ist doch alles gar nicht so schlimm?“ –ARSCHLOCH!
Nun, auch das nützt nichts, denn ER hält auch seine Ohren verschlossen! – Und das ist gut so! Es ist gut, dass ER SEINE hohe Natur strikt von SEINER niederen Natur trennt. Und warum ist das gut? Weil SEINE hohe Natur unsere spirituelle Heimat ist. Und in dieser Heimat gibt es nichts anderes als ewige Glückseligkeit. Eine unmittelbare Konfrontation mit SEINER niederen Natur hätte theoretisch das Ende dieser Glückseligkeit zur Folge!
Ich habe Ihnen ja bereits erklärt, wie GOTT es anstellt, SEINE niedere Natur zu erfahren (und ER muss sie erfahren!),ohne dabei die ewige Glückseligkeit SEINER hohen Natur zu gefährden. ER erfährt SEINE niedere Natur im Schlaf! Die Schilderung in den Veden, dass der allmächtige Vishnu die materiellen Universen während eines sonderbaren Schlafes träumt, ist nicht nur so dahergesagt, sondern sie hat eine sehr tief greifende Bedeutung. Auch im universalen Geschehen ist der Schlaf ein im höchsten Maße seltsames, unergründliches Phänomen. Nicht umsonst wird der Schlaf auch „der kleine Bruder des Todes“ genannt. In der traumlosen Tiefschlafphase geschehen nämlich sehr oft gravierende Dinge, was unser vorbestimmtes Seelenleben anbelangt. Und auch das weiß der Volksmund sehr genau, denn er sagt: „Den SEINEN gibt’s der HERR im Schlaf!“
Und da wir Seelen ja nichts anderes als individuelle, bewusste, unsterbliche, spirituelle Teilchen von IHM sind, gilt dieser Spruch letztendlich auch für IHN. GOTT erfährt die Selbsterkenntnis in einer Art von Schlaf. Das, was ich hier so lapidar als Erkenntnisschlaf bezeichne, ist ein universales Schauspiel von einem solch gewaltigen Ausmaß, wie Sie sich das mit all ihrer Phantasie nicht ausmalen können. Da läuft seit Urzeiten ein multiuniversaler, multidimensionaler Prozess ab, der bis ins kleinste Detail gesteuert und geplant ist. Und das Ganze nur zu dem einen Zweck, dass ER durch uns SEELEN, die ER in ein falsches (illusorisches) Ego zwingt, das theoretische Potenzial SEINER niederen Natur programmgemäß bis in den letzten Winkel auslotet. „Theoretisch“ deshalb, weil es tatsächlich nur im Rahmen einer Täuschung (MAYA) stattfindet. Dass diese Täuschung von uns SEELEN als knallharte, gnadenlose Realität empfunden wird, steht auf einem anderen Blatt! Wir SEELEN sind, trotz allem Leid, das wir erfahren müssen, in einer ungewöhnlich erhabenen, einzigartigen Situation. Dadurch, dass WIR derZEIT in gewisser Weise getrennt von GOTT sind, sind WIR im erwachten Zustand in der Lage, IHN quasi von außerhalb zu betrachten.
Natürlich nicht optisch, sondern rein gefühlsmäßig, und zwar was SEIN Wesen anbelangt. Für eine voll erwachte SEELE, die sich noch im universalen Geschehen befindet, ist dies eine im höchsten Maße skurrile, mitunter sehr bedrückende Situation. Bedrückend deshalb, weil die Erkenntnis, die eine SEELE durch den universalen Erfahrungstrip erlangt hat, nicht nur Positives in sich birgt, sondern auch Negatives, denn GOTTES niedere Natur ist teilweise äußerst finster! Und zwar exakt zu 50 Prozent, denn SEINE niedere Natur unterliegt dem universalen Gesetz der Dualität.
Jetzt gibt es noch eine wichtige, letzte Frage zu klären: In welcher Form gelangt die Erkenntnis, die WIR für IHN durch UNSERE Erfahrungen erlangt haben, letztendlich in SEINEN spirituellen Körper und somit in SEIN Bewusstsein, ohne dass SEINE Glückseligkeit beeinträchtigt wird? Nun, dazu muss man wissen, dass Erfahrung zwar letztendlich zur Selbsterkenntnis führt, dass aber die Selbsterkenntnis noch nicht das Endprodukt ist. Das höchste Gut, das eine SEELE entwickeln kann, ist die
SEHNSUCHT
Und eine voll erwachte Seele, die das universale Programm komplett durchlaufen und somit selbiges bis ins finsterste Detail erfahren hat, solch eine Seele sehnt sich nur noch nach einem – nach einem lieben GOTT!
Und wenn eine voll erwachte, sehnsüchtige Seele ihre letzte materielle Hülle abwirft und in SEINEN spirituellen Körper (Vaikuntha) eintritt, dann passiert etwas Gewaltiges – dann erfüllt sich das Wort!
So eine SEELE weiß, wonach sie sich SEHNt, und ER erkennt dadurch, wonach ER geSUCHT hat. Und ER wird diese SEHNSUCHT im wahrsten Sinne des Wortes ERFÜLLEN. ER FÜLLT sich mit LIEBE, denn diese FÜLLE hat IHM bislang gefehlt!
Und wenn sich dieser Akt vollzogen hat, wobei ich Sie noch einmal darauf hinweisen möchte, dass GOTT keine Zeit kennt und eigentlich ALLES immer im JETZT geschieht (mehr dazu gleich), dann hat ER, wie der Volksmund so schön sagt:
„LIEBE in HÜLLE und FÜLLE!“
SEHNSUCHT hat ausschließlich etwas mit positiven Dingen zu tun und niemals etwas mit negativen Dingen. Eine SEHNSUCHT nach negativen Dingen existiert nicht, denn diesen Part übernimmt die GIER! Im Gegensatz zur GIER, die ja das Bestreben hat, alles auf wenige zu konzentrieren, ist das Bestreben der SEHNSUCHT die HARMONIE – also ein liebevolles Miteinander. Und genau das ist es, was ein lebendiges, allmächtiges holographisches Gebilde aufblühen lässt – liebevolle, harmonische Vielfalt! Und derart ist unsere wirkliche Heimat beschaffen, in der WIR ewig leben werden. Und jeder von UNS hat tatsächlich ALLMACHT, denn ALLMACHT, gebettet in liebevolle HARMONIE, sorgt für das absolut göttliche Maximum – für EWIGE GLÜCKSELIGKEIT
Und sollte Ihnen in der ewigen Glückseligkeit tatsächlich das gesamte lebendige holographische Bildnis konzentriert in Form einer einzigen musizierenden und tanzenden Person begegnen, die sich Gott nennt, und die plötzlich Demut und hingebungsvolles Dienen von IHNEN fordert, dann schauen SIE dieser Person tief in die Augen und fragen Sie nur:
warum?
6 Kommentare:
Ich verstehe Menschen nicht, die Fotos von verhungernden Kindern machen und sich dann selbst umbringen.
Ich verstehe nicht, wieso man neben einem sterbenden Kind sitzen kann, darauf achtend, dass auch der Geier daneben gut ins Bild passt, und auf den Auslöser drückt. Und ich verstehe nicht, wieso es für solche Bilder auch noch Preise gibt, die sicherlich gut dotiert sind.
Kann mir das irgend jemand plausibel erklären?
Dafür hat der Fotograf seien Preis bezahlt..er hat sich umgebracht!
UND WARUM? ;)
Gute Frage, jedoch keine Antwort auf meine Frage.
Beim Christoph Prange war ein ähnliches Thema zu finden und ich ließ folgenden geborgten Text als Antwort zurück:
"Schaue dir kein Leid von anderen Menschen an, keine verhungernden Kinder, keine Soldaten, die wahllos auf Menschen schießen; keine gequälten Tiere, keine Bilder von Misshandlungen; Folter, Tod - wenn du nicht augenblicklich dafür sorgen kannst, dass sie beendet werden.
Denn wenn du sie dir nur anschaust, ohne lindern oder gar das Ganze beenden zu können, werden dir die Schuldgefühle, die Ohnmachtsgefühle all die Kraft rauben, die du brauchst, um wirklich helfen zu können, in deiner Nähe, in deinem persönlichen Umfeld.
Es hat seinen Sinn, dass dein Platz da ist, wo du gerade bist. Nimm ihn so an und wirke mit allen Kräften, die dir zur Verfügung stehen und lasse dich nicht ablenken von weit entfernten Schauplätzen, an denen du nichts, aber auch gar nichts tun kannst..."
Leider weiß ich nicht mehr, wo ich ihn fand und wer ihn ursprünglich verfasst hat. Doch für mich ist er die absolute Wahrheit.
Herzlichst
Kerstin Zahariev.
Das stimmt und ich vermeide das Negative in meinem Umfeld zu bringen idndem ich permanent draufschaue und in meien Leben hole auch aber ich habe das schlimme Bild mit diesem Fotgrafen-Drama in Verbindung zum Text gebracht...Den ich gerade wichtig finde. WARUM das alles passiert!
GRUß JANET
Also gut dann anders
Du verstehst nicht, dass es Menschen gibt die sch anscheinend ergötzen am Leid anderer? Oder war es nicht eher ein Fingerzeig des Fotografen an die Welt? Das ist der Job von Journalisten und Fotografen.. Und es ist nicht mein Job, ich würde ihn nicht machen wollen.
Das schwächste Glied in der Kette macht die Kette aus. Wie wir die Schwächsten behandeln ist unser Spiegel der Menschheit... nicht immer des Einzelnen. Und ich denke je schlimmer und schrecklicher es etwas gibt in der Welt, es gibt immer ein positives Gegenstück dazu... An "einem verhungernden Kind" kann die Menschheit so viele Eigenschaften enwickeln. GOTT ist alles...auch Leid. Was man achten muss ist die leidende Seele des verhungernden Kindes, dass uns zur Entwicklung aktiviert.
UND WIR können den Mittelweg der Entscheidungen gehen und dem Herzen folgen....so weiter weis ich nicht. Meine Überlegung dazu.
Gruß
JANET
"...Das ist der Job von Journalisten und Fotografen..."
Nein, es ist nicht der Job eines Fotografen, sich mit einem schlechten Szenarium einen gut dotierten Preis zu holen. Dieser Fotograf hat dieses Bild einzig und allein deshalb gemacht, weil er wusste, dass er damit zu den "Auserwählten" des so begehrten Pulitzer-Preises gehören würde.
Und genau deshalb hat ihn sein schlechtes Gewissen umgebracht. Damit war weder ihm, noch dem Mädchen oder allen anderen Menschen in solchen Situationen geholfen. Weißt du, wieviel Menschen seit 1994 verhungert sind oder durch Kriegstreiben ihr Leben ließen?
Wenn solche Art von Fotos auch nur annähernd das Leid in Afrika oder auch anderwo auf der Welt beenden würden, die Fotografen verdienten wie Könige behandelt zu werden.
Und braucht es wirklich ein verhungerndes Kind, um Eigenschaften zu entwickeln? Welche wären denn das?
Und was ist der Mittelweg der Entscheidungen und das Folgen des Herzens angesichts solcher Bilder?
Wie hätte ich dieses Foto verhindern können?
Gar nicht. Denn als diese Foto die Öffentlichkeit erreichte, war es bereits Vergangenheit. Nichts, aber auch gar nichts hätte irgendjemand für dieses kleine Mädchen tun können.
Das ist es, was der Text, den ich zitierte, eigentlich aussagt. Schau auf das, was in deiner unmittelbaren Nähe passiert, halte alle Sinne weit geöffnet, handele wenn es erforderlich wird, damit eben nicht solche Bilder, wie du dieses eine gezeigt hast, entstehen können. Damit die Nachrichten eben nicht mehr voll sind von grauenhaften, traurigen, entsetzlichen, widerwärtigen Details, die keiner mehr ändern kann, weil sie bereits geschehen sind...
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