26.09.2009

Welcher Sinn?






"Meine Farbenlehre will nicht nur gelesen und studiert, sondern sie will getan werden".
Goethe




Teil 1

Konzentration




Wer sich selbst weiterentwickeln und seine Inneres in den Griff bekommen will, der fängt am Besten beim Denken an. Denn nur was wir auch denken können, wird uns bewusst. Und was uns bewusst ist, das können wir verändern. Es ist also gut, wenn wir lernen, uns mit den Denken nur auf eine Sache, und nur auf diese zu konzentrieren. Das tägliche Leben verleitet uns ja zu einem ganz anderen Verhalten. Wir stehen morgens auf und versuchen uns zu erinnern, was heute dran ist. Da hören wir das Müllauto, und so gehen wir schnell hinaus, um die Tonne rauszustellen, damit sie noch geleert wird. Dann nehmen wir noch die Zeitung mit zum Frühstückstisch. Dabei fällt unser Blick auf eien Überschrift, und chon beschäftigen wir uns mit den gestiegenen Bahnpreisen. Dann fällt uns ein: Wir brauchen ja noch eien FAhrkarte nach Berlin. Also schnell an den PC. Aber dazu kommt es nicht weil eines der Kinder für die Schule dringend ein Buch braucht und es nicht findet.So geht das , wen wir nichts dagegen tun den ganzen Tag. Selbstverständlich müssen wir beweglich sein und auf die Situationen, die der Alltag mit sich bringt, eingehen. Sonst werden wir dem tägliche Leben nicht gerecht. Wenn wir dem aber nicht durch Konzentration ein Gegengewicht schaffen werden wir uns ausgehöhlt und leer fühlen.


Um Konzentration zu übennehmen wir uns eien Sache. Wir könne einen Gegenstand vor uns hinlegen oder ihn uns vorstellen. Zum Beispiel ein Bleistift. Dann denken wir uns alles was unmittelbar mit diesem Bleistift zu tun hat: Die Form des Stifts und seiner zwei Hälften, wie sie aus dünnen Brettern geschnitten und gehobelt wurden, den Grafitstift, aus Pulver gepresst. Wir können uns weiter das Holz und den Wald denken, wie der Baum gefällt, das Holz verarbeitet wird.. Und wir tun das ohne abzuschweifen. Der Spaziergang vom letzten Sonntag gehört nicht dazu. Wenn wir in Gedanken doch dort landen, kehren wir einfach zum Bleistift zurück und versuchen es noch mal. Wir können uns auch eine eigene Tätigkeit vornehmen und in Gedanken Schritt für Schritt vorstellen, wie wir neulich das Apelms hergestellt haben. Dabei sollten wir darauf achten, dass wir nichts, kein Material, kein Handgriff, auslassen - und auch nicht abschweifen. Nehmen wir uns über einige Wochen dafür täglch einie Minuten Zeit und bleiben an der selben Sache, bis es uns gut gelingt. Dann erst nehmen wir uns etwas neues vor. Anstrengend ist es nur am Anfang. Später gehen wir sogar erfrischt aus dieser Übung hervor. Wir werden sehen: Schon nach vier Wochen ist unsere Konzentrationskraft deutlich gewachsen.





Teil3

Gelassenheit




Wer kennt das nicht: wir haben mit einem anderen Mensche zu tun und es passiert, dass uns sein Verhalten oder seine Äusserungen derart in Rage bringen , dass wir einige Zeit zu nichts anderem fähig sind, als uns darüber zu ärgern. In Gedanken führen wir dann ein Streitgespräch oder beschimpfen ihn. In besonderen Fällen ist der Rest des Tages gelaufen. Immer wieder kommt der Ärger hoch und wühlt uns auf. Und wenn wir abends im Bett liegen, ist an Einschlafen nicht zu denken. Das kann auch bei positiven Erlebnisse geschehen, auch die können uns aus der Fassung bringen. Oder die Aufregung vor einer Prüfung oder einem Auftritt.. Nun ist es ganz normal vor solchen Ereignissen Lampenfieber zu haben. Es sollte uns aber nicht aus dem Gleichgewicht bringen und uns lähmen. Wollen wir das erreichen, müsse wir Gelassenheit gegenüber den Ereignissen und den Gefühlen entwickeln.

Ein erster Schritt dazu ist, dass wir untersuchen, wodurch die Gefühlsreaktion ausgelöst wurde.

Wenn der Abstand, den wir dau brauchen, am Tag nicht möglich ist, verschieben wir das auf dem Abend und untersuchen die Situation im Rückblick. Dabei sollten wir darauf sehen , dass wir nicht noch einmal in Rage kommen, sondern mit sachlichen Interesse den Zusammenhang aufspüren. Wenn wir das einige Woche an tun, wird sich schon ein Stück Gelassenheit einstellen. Wir können uns auch auf ein ganz anderes Feld darin üben, den Anlass für unsere Gefühle zu beobachten, nämlich wenn wir Kunstwerke betrachten. Allerdings sollte das dann mit einer gewissen Systematik geschehen. Wir schauen uns ein Gemälde an und halten zuerst fest, was darauf zu sehen ist, nichts anderes. Dann untersuchen wir, wie das Bild komponiert ist, wie die Farben und Formen zueinander stehen, die Gewichte verteilt sind. Danach machen wir uns klar wie das Bild auf uns wirkt, und untersuchen, von welchen Elementen diese Wirkung ausgeht, von welchen Farben, Formen, Verhältnissen. Auch hier entsteht ein Stück Gelassenheit..

Ein weiterer, wirkungsvoller Schritt ist, wenn wir ein Geühl und seinen Anlass, sei es im Bild oder in der Alltagssituation, in Worte fassen und in einem kleinen Text oder einem Gedicht ausdrücken. Wir können den Zusammenhang auch durch eine Zeichnung oder ein gemaltes Bild zum Ausdruck bringen. Solch eigene Gestaltung des Erlebten hilft uns dabei, Situationen in Zukunft gelassener zu begegnen.




Der Auto Dr. Wolfgang -M Auer ist Kunstwissenschaftler, Pädagoge und Sinnesforscher.

Er lehrte 30 Jahre an der Rudolf-Steiner-Schule / Bochum ..


Die Serie 12 Schritte zur inneren Entwicklung kann man jeden Monat im Alnatura Magazin lesen

oder abonnieren unter www.alnatura.de/newsletter




Weil ich diese letzte Seite vom AlnaturA Magazin sehr gern lese und versuche anzuwenden, möchte ich dies hiermit würdigen, DANKE, dass es sowas als Anregung und Serie Erwachsenenbildung in dieser Form ganz öffentlich und für jeden zugänglich gibt.

"Hinter jedem Materiellen steht ein Geistiges - auch hinter der Nahrung" Rudolf Steiner


Danke AlnaturA

Danke Götz Rehn


AlnaturA gibt e s jetzt 25 Jahre

diese Kräuterpastete erhältlich wie man sieht bei Alnatura, schmeckt sehr lecker mit frischen französichen Estragon, den man bekommt vom Acker deiner Wahl...

2 Kommentare:

Monika Maria Neumeyer hat gesagt…

Also, ich übernehme jetzt mal die Initiative: Teil 2 könnte der Wille sein: die Initiativ-Handlung.

Hach .... bin ich pingelig .... :-)

Die Pastete kann ich empfehlen. Schmeckt prima.
:-))))))

manroe hat gesagt…

Was Du so alles zusammenträgst Janet, ist wirklich unglaublich. Kommst Du noch zum Leben oder ist das Dein Leben? Das ist jetzt keine Kritik, sondern ein Staunen ob Deiner schier unendlichen Vielfältigkeit. Ist das der Wassermann, vielleicht mal Monika gefragt? Bitte nicht erschrecken, ich meine das wirklich interessiert.