nur gern melancholisch
dabei muss ich aufpassen
nicht traurig zu werden..
ich freue mich
auf die nächsten Tage
in Familie und bei Freunden
und in Berlin zu sein..
meine Geliebte.
Bitte nicht..
Das Weihnachtsfest, das zu begehen wir uns jetzt anschicken, bekommt durch eine vertiefte geistige Weltanschauung wieder neues Leben. Im geistigen Sinne ist das Weihnachtsfest ein Sonnenfest, und als Sonnenfest wollen wir es heute kennen lernen. Zum Beginne wollen wir die schönste Apostrophe an die Sonne anhören, diejenige, welche Goethe seinem Faust in den Mund legt.
Des Lebens Pulse schlagen frisch lebendig;
Ätherische Dämmerung milde zu begrüssen;
Du, Erde, warst auch diese Nacht beständig
Und atmest neu erquickt zu meinen Füssen,
Beginnest schon mit Lust mich zu umgeben;
Du regst und rührst ein kräftiges Beschliessen,
Zum höchsten Daseins immerfort zu streben.
In Dämmerschein liegt schon die Welt erschlossen,
Der Wald ertönt von tausendstimmigem Leben,
Tal aus, Tal ein ist Nebelstreif ergossen,
Doch senkt sich Himmelsklarheit in die Tiefen,
Und Zweig und Äste, frisch erquickt, entsprossen
Dem duft'gen Abgrund, wo versenkt sie schliefen;
Auch Farb' an Farbe klärt sich los vom Grunde,
Wo Blum' und Blatt von Zitterperle triefen -
Ein Paradies wird um mich her die Runde.
Hinaufgeschaut! - Der Berge Gipfelriesen
Verkünden schon die feierlichste Stunde;
Sie dürfen früh des ewigen Lichts genießen,
Das später sich zu uns hernieder wendet.
Jetzt zu der Alpe grüngesenkten Wiesen
Wird neuer Glanz und Deutlichkeit gespendet,
Und stufenweis herab ist es gelungen; -
Sie tritt hervor! - und leider schon geblendet,
Kehr' ich mich weg, vom Augenschmerz durchdrungen.
So ist es also, wenn ein sehnend Hoffen
Dem höchsten Wunsch sich traulich zugerungen,
Erfüllungspforten findet flügeloffen;
Nun aber bricht aus jenen ewigen Gründen
Ein Flammenübermaß, wir stehn betroffen;
Des Lebens Fackel wollten wir entzünden,
Ein Feuermeer umschlingt uns, welch ein Feuer!
Ist's Lieb'? ist's Haß? die glühend uns umwinden,
Mit Schmerz und Freuden wechselnd ungeheuer,
So daß wir wieder nach der Erde blicken,
Zu bergen uns in jugendlichstem Schleier.
So bleibe denn die Sonne mir im Rücken!
Der Wassersturz, das Felsenriff durchbrausend,
Ihn schau' ich an mit wachsendem Entzücken.
Von Sturz zu Stürzen wälzt er jetzt in tausend,
Dann abertausend Strömen sich ergießend,
Hoch in die Lüfte Schaum an Schäume sausend.
Allein wie herrlich, diesem Sturm ersprießend,
Wölbt sich des bunten Bogens Wechseldauer,
Bald rein gezeichnet, bald in Luft zerfließend,
Umher verbreitend duftig kühle Schauer.
Der spiegelt ab das menschliche Bestreben.
Ihm sinne nach, und du begreifst genauer:
Am farbigen Abglanz haben wir das Leben.
Diese gewaltige Worte legt Goethe seinem Repräsentanten der Menschheit in den Mund gegenüber der am Morgen heraufstrahlenden Sonne. - Doch nicht um diese Sonne, die jeden Morgen neu erwacht, handelt es sich bei dem fest, von dem heute die Rede sein soll. Es handelt sich um eine in viel tieferen Wesen liegende Sonne. Und das was diese Sonne sein soll, das soll das Leitmotiv zu unserer heutigen Betrachtung bilden.
Wir werden jetzt jene Worte hören, die den tiefsten Sinn des Weihnachtsmysterium widerspiegeln. Diese Worte tönen vor den Schülern der Mysterien aller Zeiten, bevor sie in die Mysterien selbst eingetreten waren.
Die Sonne schaue
Um mitternächtige Stunde.
Mit Steinen baue
Im leblosen Grunde.
So finde im Niedergang
Und in des Todes Nacht
Der Schöpfung neuen Anfang
Des Morgens junge Macht.
Die Höhen lass offenbaren
Der Götter ewiges Wort,
Die Tiefen sollen bewahren
Den friedensvollen Hort.
Im Dunkel lebend
Erschaffe eine Sonne.
Im Stoffe webend
Erkenne Geisteswonne.
aus Zeichen und Symbole des Weihnachtsfestes, Rudolf Steiner
wird mein Lieblingsvortrag
Danke an Ruth Jäger hier ihr Anthro-Antiquariat
6 Kommentare:
janet ich hab versucht, dir zu mailen, aber ich krieg nur mail deliverys und abwesenheitsmeldungen das macht mich traurig.
Nene, warum traurig..ich bin doch da!
Also bis bald! Knuutsch!
aber ich will dir doch etwas schicken mit der post und der zettel mit deiner adresse ist futsch und da wollte ich dich per mail fragen, aber deine mail is auch futsch
wie soll ich denn ein unvirtuelles ding hierherbuxieren, geht doch gar nicht.
*drück*
jetzt hab ichs geschickt :))
Hallo meine lieben beiden,
auch im Urlaub funktioniert die Post! Ich hab allerdings auch kurzfristig abgeschaltet und schau manchmal um euch zu sehen zwischendurch hier rein!!!
Joseph Canaillo hab ich das geschrieben, der Mann braucht Geduld.
Vielen Dank auch für die weiteren Ausführungen zum Weihnachtsfest. Man hat es schon immer geahnt, dass es sich um ein Sonnenfest handelt. Deshalb das Brimborium mit den Lichtern und dem Geglitter und allem.
Ich schaffe wohl den Evangeliumstext noch rechtzeitig, dann füllen wir das Ganze noch mit noch mehr Inhalt, OK?
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