17.01.2009

Der überzeugte Anthroposoph Dr. Götz E. Rehn- AlnaturA im ZDF



Lieber Herr Dr. Götz E. Rehn,
leider wird mir bei dem
Film sehr schwer ums Herz., ich war über 2 Jahre eine
"Minijobberin" von vielen, in einer der ersten Ihrer Filialen in Darmstadt in der Rheinstrasse. Ich habe mir gedacht, so kann ich Ihr Unternehmen AlnaturA kennenlernen, die Produkte und die Motivation der Menschen, die dort einkaufen und auch arbeiten. Mein Streben war von Beginn an meines holprigen Einlebens in Südhessen eine Anstellung in der Zentrale von AlnaturA. Ich habe sogar noch die erste Stellenanzeige aufgehoben, ich bin eingeladen worden, habe die Bewerbungssrunde "gemeistert", Absage. Ich bin kein Freund von solchen großen Runden, leider. Ich habe aber den Standort der Zentrale in Bickenbach in so schöner Erinnerung. Im Hof gibt es eine richtige Oase im Grünen mit Tümpel, Laufpfad, vielen Kräutern - vor allem duftenden Lavendelsträuchern, Kunst und einen riesen Gong zum Ausgang auf die große Terrasse, den ich zaghaft geschlagen habe. Die Landschaft ringsum ist halb eingezäunt von kleineren Bergen, Wiesen und kleinen Ackerflächen auch Hühner rennen rum. Im Spätsommer gibt es immer ein schönes Fest für alle Mitarbeiter, wo die Lehrlinge ihre schauspielerischen und lyrischen Leistungen vorführen. Es gibt zu Essen und zu Trinken, Wiederbegegnungen, Gespräche und Danksagungen. Warum nicht im Jahr 2008? Ich hätte mich wieder sehr gefreut. Einmal habe ich Ihnen Herr Rehn ganz kräftig die Hand geschüttelt als ich am darauffolgenden Tag der Bewerberrunde meine Motivation Ihre neue Mitarbeiterin zu werden, persönlich brachte. War ich zu kritisch oder zu aufdringlich oder hatte ich Rechtschreibfehler? Für mich hatte das Bedeutung. Viele arbeiten nicht mehr gern bei AlnaturA, weil sie fühlen es geht auch bei AlnaturA um Gewinnmaximierung und Markterweiterung auf Kosten der Mitarbeiter. Ich weis, dass keiner auf seiner Insel wohnt. Um so schöner finde ich ihre Idee in einer ihrer Filialen ein einwöchiges Praktikum zu machen. Das empfehle ich eigentlich jedem Manager oder leitenden Unternehmer. Ich habe Seminare zu Naturkost und Nachhaltigkeit besucht, mein Fernstudium als Naturkostfachberatrin läuft immer noch, ich interessiere mich für Anthroposophie, für die vielen schönen Produkte ihrer Vertragspartner und ich habe kreativ und mit Freude meine Arbeit an der Bäckerei und am Käsestand gemacht. ich habe ein Produkt in Peking fotografieren lassen, um zu zeigen, AlnaturA gehört in diese Welt. Ich hab alles aus purer Überzeugung gemacht, nicht weil ich nichts anderes kann. Ich habe zwei Ausbildungen als Kauffrau und in der Gastronomie und Berufserfahrungen. Ich habe mich noch einige Male beworben. Gründe für Ablehnungen erhält man nie. Da ich mein Leben nur mit Geld richtig leben kann, das weis auch der Anthroposoph Sebastian Gronbach, muss ich noch "voll" arbeiten gehen und die Alternative für mich und für meine Ideen ist der Deutsche Gewerkschaftsbund. Der Bund mit Sitz in Berlin, finanziert sich aus den Mitgliederbeiträgen der Gewerkschaften VER.DI, NGG, IG Metall, IG BAU, IG BCE, GEW und Transnet. Gegensätzlich finde ich die Alternative für mich nicht. Weil wir uns dafür einsetzen , dass jeder Mensch in unserer Gesellschaft sich hochwertige Produkte leisten kann. Der Kapitalismus mit seiner "sozialen" Marktwirtschaft ermöglicht es für immer weniger Menschen. Viele müssen schon auf der Strasse oder im Mülleimern nach Flaschen suchen um ihre Brötchen beim Billigbäcker zu holen. Sie kommen auch nicht mehr auf Ideen, eine bessere Gesellschaft zu denken, denn sie müssen erstmal ihre Grundbedürfnisse was Essen und wo schlafen befriedigen. Ich meine die Vielen die von Regelsatz HartzIV leben müssen oder vom Lohn den ein Arbeitgeber zahlt. Müssen muss eigentlich keiner aber es ist trotzdem so..

Lieber Götz Rehn, ich finde Ihre Unternehmung großartig. "Wirtschaften heisst, immer für andere tätig zu sein." Das flüster ich dem Universum. Es gibt nicht viele Unternehmen mit wirklich gelebter Philosophie und ich durfte schon einige kennenlernen.

Ich entlasse mich hiermit schweren Herzens und setze am Montag meine Unterschrift. Es soll auch als Zeugnis dienen. Warum nicht mal so, dass ich dem ehemaligen Arbeitgeber ein Zeugnis schreibe. Sollte zur allgemeinen Praxis von Arbeitnehmern werden. Finden sie nicht? In den nächsten Tagen wird es bei Ihnen sein.


Motto von AlnaturA

Suchet das wirklich praktische materielle Leben,
Aber suchet es so, dass es euch nicht betäubt
über den Geist, der in ihm wirkam ist.


Suchet den Geist,
Aber suchet ihn nicht in übersinnlicher Wollust,
aus übersinnlichem Egoismus,


Sondern suchet ihn,
Weil ihr ihn selbstlos im praktischen Leben,
in der materiellen Welt anwenden wollt.


Wendet an den alten Grundsatz:
"Geist ist niemals ohne Materie, Materie niemals
ohne Geist" in der Art, das ihr sagt:


Wir wollen alles Materielle im Lichte des Geistes tun,
Und wir wollen das Licht des Geistes so suchen,
Dass es uns Wärme entwicklt für unser praktisches Tun.

Rudolf Steiner aus "Wahlspruchworte"
DANKE dafür und für die Glückwunschkarten zur Weihnachszeit und zum Geburtstag.

AlnaturA® wird dieses Jahr 25. Ich feier mit.
Was bedeutet Das A am Ende?


Ich empfehle die Internetseite und das AnaturA Magazin
auf der letzten Seite wird gern anthroposophische Lebenshilfe gegeben.
Danke Xavier

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