
anzünden.
In vielen Traditionen der Erde ist das Anzünden einer Kerze eine heilige Handlung. Sie bedeutet mehr als Worte sagen können; es geht um Dankbarkeit. Seit urdenklichen Zeiten haben Menschen an heiligen Orten Kerzen angezündet. Ist nicht auch der virtueller Raum heilig?
Vielleicht möchtest Du Deinen Tag mit diesem schlichten Ritual beginnen oder beenden -- einfach eine Kerze anzünden. Oder Du willst etwa eine Geburtstagskerze brennen lassen für eine Freundin, einen Freund. Nur eines ist wichtig: Tue alles langsam und achtsam. Von hier an folge einfach der Anweisung Schritt für Schritt.
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Vielleicht möchtest Du Deinen Tag mit diesem schlichten Ritual beginnen oder beenden -- einfach eine Kerze anzünden. Oder Du willst etwa eine Geburtstagskerze brennen lassen für eine Freundin, einen Freund. Nur eines ist wichtig: Tue alles langsam und achtsam. Von hier an folge einfach der Anweisung Schritt für Schritt.
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Ich zünde heute virtuell ein Kerze für meinen Vater an. Er verstarb sehr tragisch und mir fehlen dafür immer noch die Worte. .. als Kind bekam ich nur die Nachricht -dein Vater ist verstorben. Er ist von der Brücke gefallen und ertunken, wahrscheinlich war er vorher auch betrunken-. Ich wurde damit allein gelassen. So und mach mal weiter wie bisher.. Es war im Sportuntericht und ich war wie erstarrt. Ich konnte nicht mal weinen, nichts. .. mir war es fast egal. Ich spüre, wenn ich daran denke einen emensen Druck im Herz.
hier eine kleine Geschichte an die Erinnerung an meinen Vater.
Ich hatte als Kind mal ein Gefühl von Nichts (ist unmöglich)..Ich hab das Wort Elefant immer wieder und laut gesprochen, bis ich nicht mehr wusste was Elefant bedeutet.... Elefant hat NICHTS mehr bedeutet für einen Moment
Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant Elefant.
und hat es geklappt, heute weis ich, es ist einem Mantra ähnlich....und als Kind hab ich ständig nach dem heilenden NICHTS gesucht und in mich zurückgezogen...Und heute auch.
Es muss sich bei mir damals eingebrandt haben. Als ich Fahrad fahren lernen sollte und es einfach nicht klappte ohne die Hand meines Vaters am Lenkrad, habe ich ebend bockig und mutlos Fernsehen gesehen. Ich sah dann aber wie bei der Zirkussendung ein Elefant auf dem Fahrad fuhr. Ich war sehr erstaunt und neidisch und sagte mir, wenn ein Elefant Fahrad fahren kann, dann kann ich das auch und mein Vater MUSSTE das Fahrrad loslassen und ich fuhr... Ich hab nicht viele positive Erinnerungen an meinem Vater..Aber er hat mir geholfen etwas selbstständig zu tun...
hier meine Kerze und ich hab jetzt wohl doch viele Worte gefunden..
mir drückts aber gewaltig auf dem Herzen. wirklich!
10 Kommentare:
"Wir zünden uns an eine Kerze, damit sie uns leuchte ins Herze."
Das ist ein Spruch aus dem Waldorfkindergarten meiner Kinder. Ich nehme ihn immer noch und zünde dabei ein Lichtlein an, bevor wir dann mit einem Dankgebet unsere Mahlzeit beginnen.
Ich finde es schön, die Kinder finden es schön. Man hat einen Augenblick zum Innehalten und um zur Ruhe zu kommen.
Was sie allerdings nicht davon abhält, danach immer wieder das Quasseln zu beginnen... meine Kiddis haben viel zu erzählen.
;)
Der Beitrag mit deinem Vater berührt mich sehr. Als ich meinen Vater das letzte mal sah, hatte er Krebs im Endstadium und wir gingen im Streit auseinander. Als ich ihn dann wiedersah, lag er aufgebahrt in einem Beerdigungsinstitut. Er starb am 2. Geburtstag meines Großen.
Man hätte soviel anders machen, anders reagieren, mehr tun, mehr reden, mehr in den Arm nehmen - weiß der Geier was machen können.
Ich habe es nicht immer getan, vielleicht viel zu wenig - keine Ahnung. Es hat auch viel mit meiner Vergangenheit zu tun. Sie konnte ich lange nicht loslassen.
Und doch hat gerade dieses verhaften in der Vergangenheit mich an so vielem behindert. Was gut für mich gewesen wäre.
Nun denn, die Zeiten sind vorbei. Ich stehe im Licht und da bleibe ich, bis es mir zuviel wird.
LG
:)
PS. Wunderschönes Bild. Danke dafür.
Stein für Stein zum Gedenken an die Verstorbenen...
Meine Mutschka hatte damals nach der Scheidung aus verständlichen Gründen den Kontakt völlig abgebrochen ..von unseren Vater haben mein Bruder und ich nicht viel gehabt...Mein Bruder hatte am meisten zu leiden. Da er ungewollt auf die Welt kam....ich sehe immer eine schreckliche Szene..mein Vater rüttelte wie blöd am Kinderwagen wenn er schrie...und glotze Fussball beim Abendessen und wir durften nicht hinsehen.
5 Dinge halte ich im Herzen ..bunte Stifte, die es nicht mehr gibt, Fahradfahren und das Kochen, einen Seemann aus Holz mit abgebrochenen Schirm und sein Bild!
so und keiner kann mir das nehmen was ich aus eigener Kraft geworden bin, was ich bin...bis heute und werde...
Ich bin manchmal ein bischen wütend, wenn mir Dinge aufgedrückt werden, die ich nicht wirklich will. Wo ich mir eine gewisse Freiheit selbst erworben habe...
Ich steh selbst auch auf der Sonnenseite im Leben, das ist mir bewusst. Das habe ich aber selbst geschafft...Ich will nicht weniger ich will mehr und nicht nur für mich! Das ist mein K(r)ampf.
Ich glaube, etliche Väter von damals hatte wohl so etwas wie geistige Aussetzer. Kann sein, dass das am Krieg oder Nachkriegsjahren lag, in denen sie selbst weder richtig Kind sein noch richtig erwachsen werden konnten.
Mein Vater konnte uns Kinder prügeln, dass wir nicht mehr wussten, ob wir Männlein oder Weiblein waren.
Ich werde mein Lebtag eine Szene nicht vergessen, die ich miterleben musste. Mein Vater prügelte damals meinen großen Bruder die Treppen hinunter, meine Mutter weinte, unfähig, ihm Einhalt zu gebieten, eine Nachbarin, die dazu kam, schrie den Vater an, er möge wieder zu Sinnen kommen - und ich?
Ich stand oben in der Wohnungstür, sah alles mit an, unfähig irgendetwas zu denken, zu fühlen, geschweige denn, mich zu bewegen. Ich war erstarrt im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht einmal in die Hosen machte ich mir.
Und damals war ich 8 oder 9 Jahre alt.
Du hast recht, wenn einem die eigenen gewaltigen Kräfte bewusst werden, die solche Traumen freisetzen, dann erfüllt das einen mit großem Stolz und enormen Lebenswillen. Und ja, man lässt sich nicht mehr irgendetwas aufdrücken, was man selbst nicht für gut befindet. Das ist auch richtig so.
Doch es gibt auch Menschen, die zerbrechen daran. Wir sollten dankbar sein, dass wir zu den anderen gehören. Es gibt soviel Wunderbares auf dieser Welt. Ich möchte daran teilhaben.
:)
richtig.. auch in partnerschaftlichen Dingen, lasse ich mir nichts aufdrücken was ich nicht wirklich will. Ich empfinde oft auch verbale Gewalt...Und wir sind beide keine Kinder aus glücklicher Hühnerhaltung. Ich sehe auch, dass er ganz viel Liebe braucht...und klammert. Kannst Du dir vorstellen, dass Mütter ihre Kinder in der Woche einfach abgeben weil sie keine Zeit für sie haben. Im Osten hiess das Wochenkrippe. Und kürzlich erzählte mir jemand, dass diese Kinder es da gar nicht gut hatten..Ach ja eine Freudnin ihre Mutter war Wochenkrippekindergärtnerin.
DAS ist furchtbar!
Nagut das ist alles vergangen und wir sind daraus heraus gewachsen..
Jeder trägt sein Gepäck! Entweder schmeisst er es nach und nach ab oder er trägt und trägt und es wird so gar mehr.. Ich hab letztens so ein Tarum gehabt..das ich mich durch enge Gänge mit dem dicken Rucksack zwängen muss..das war gar nicht lustig. Ich konnte ihn nicht mal abnehmen, weil es so eng war.
Das sag ich dir. Weg mit diesem Ballast, den kein Mensch mehr braucht, der einen nur belastet, ohne wirklich Erlösung zu bringen. Es muss sicher eine Zeit geben, in der man bewusst die Vergangenheit noch einmal Revue passieren lässt. Doch dann sollte sie auch würdig verabschiedet werden können, mit Dankbarkeit und Liebe. Dann erst erfüllt sie wirklich ihre Aufgabe, nämlich aus all dem Leid und Unrecht, wirklich Gutes erwachsen zu lassen.
Sonst wird man genauso wie jene, die es vorgemacht haben.
Wir arbeiten dran! ;o)
Ich geh jetzt zur Post. komisch was? Alles geht noch nicht per Internet! Besser ist das!
:))
Ja, besser ist. Ich hoffe, du hast auch ein paar liebe Zeilen beigelegt. Ich bekomme gerne Post.
mehr als das..man kann es nicht sehen nicht schmecken nicht riechen nicht anfassen...
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